Die Chronik des Zeichners
Graphic Novel
gebunden, durchgehend illustriert, gebunden, 144 Seiten
Mai 2014Als Hannes Binder Tagebücher und Dokumente seiner Grossmutter findet und liest, lernt er auch seinen Urgrossvater kennen. Dieser wollte Maler werden, doch sein Vater, ein von der aufkommenden Industrie bedrängter Kammmacher, bittet ihn, sich das gut zu überlegen. Auch der erfolgreiche Maler Koller, den er plein air antrifft, warnt ihn vor dem harten Brot der Kunst. Die Dokumente aus dem Schreibtisch seiner Grossmutter beflügeln des Zeichners Fantasie, er reist in die Vergangenheit, ins neunzehnte Jahrhundert, als der junge Urgrossvater die Kunst liebt und eine Diessenhofener Wirtstochter, als die Industrie das Handwerk bedrängt und die aufkommende Fotografie die Malerei. Und er erinnert sich an seine eigene Jugend als Kunststudent in den Sechzigerjahren mit seinem Aufbruch zu neuen Ufern. Dann kam das Neue in Form der Computer, mit dem jeder Illustrationen fabrizieren kann … Sein Urgrossvater wurde Kaufmann, aber der Zeichner zeichnet noch immer.

Bildrechte: Ayşe Yavaş
Pressestimmen
«Packend, facettenreich und raffiniert komponiert. Meisterlich.» Schweizer Familie
«Mit seiner subtilen Schabtechnik ruft der Illustrator und Autor vergangene Zeiten wach, baut geschickt Skizzen seines malenden Urgrossvaters in die eigenen Illustrationen ein und gibt die Zustände im 19. und 20. Jahrhundert wieder.» Heinrich Boxler
«Er erzähle mit seinen Bildern, was er gelesen habe, sagt der Schriftsteller Peter Bichsel über ihn, ‹so wie ein begeisterter Leser immer zu erzählen beginnt› – deshalb sei Hannes Binder eigentlich kein Illustrator, sondern ein Erzähler. Immer haben seine Bücher mit ihm zu tun, spiegeln seine Bild- und Gedankenwelt, oft auch sein Leben.» St. Galler Tagblatt
«Ein Bilderreigen in schwarz-weiss, der Text und Zeichnung zu einer bestechenden Einheit bringt.» Viceversa literatur
«Wunderschöne Bilder, aus schwarzem Karton gekratzt, die sich zu einer sehr versponnenen Geschichte fügen.» 20 Minuten
«Während der Urgrossvater Kaufmann wurde, ist Hannes Binder seiner Schabtechnik treu geblieben. Anders als andere Illustratoren arbeitet er sich weiterhin vom Dunklen ins Helle. Spontaneität erlaubt diese Technik kaum, dafür erzeugt sie eine dichte Atmosphäre, schafft Bilder von unverwechselbarer Eindringlichkeit. Es ist eine poetische, bisweilen surreale Reise in die Welt unserer Urgrossväter.» Tages-Anzeiger
«Ein packender Bilderreigen in Schwarz-Weiss, der Text und Zeichnung kongenial vereint und wo verschiedene Zeitebenen und Perspektiven gekonnt ineinanderfliessen.» Schaffhauser Nachrichten
«Zur Handschrift Hannes Binders gehört neben der unverwechselbaren Schwarz-Weiß-Technik auch das Wechselspiel von Traum und Wirklichkeit, von ausgelassener Fantastik und Realismus im Detail, bei der Wiedergabe von Landschaften, Gebäuden, historischen Szenerien. Auch deswegen ist das Schweizer Setting von Bedeutung, wo sich Lebenswelten exakt rekonstruieren lassen. Die genauen Recherchen auf den Spuren des Urgroßvaters hat Binder ebenso mit in seine ‹Chronik› hineingezeichnet wie den Biedermeiersekretär, in dessen Schubladen die Bleistiftnotizen der Großmutter überdauerten.» Die literarische Welt
«Da wechseln die Perspektiven, die Bildausschnitte sind aussergewöhnlich gewählt, Linien und Formen kehren in Folge-Illustrationen wieder. Die kraftvollen Bilder laufen parallel zum fabulierenden Text. Oft reissen sie sich davon los, ziehen selbständig einen Gedanken weiter, greifen Stimmungen und Gefühle in phantastischen Szenerien mit surrealistischem Einschlag auf. Hannes Binder zwingt zum genauen Lesen und Hinschauen und belohnt einen im Gegenzug mit immer neuen Assoziationen.» NZZ
