Wir müssen reden

Wir müssen reden

Ein biografisches Manifest

232 Seiten

Februar 2026
SFr. 29.–, 29.– €
ISBN 978-3-03926-102-4

Islam Alijaj hat mit der Zerebralparese eine schwere, gut sicht- und hörbare Behinderung. Er ist ein Secondo mit Wurzeln im Kosovo. Und er heisst ausgerechnet Islam. Das sind alles Eigenschaften, die ein erfolgreicher Politiker nicht haben sollte. Dennoch will er in der Schweiz Nationalrat werden. Im Herbst 2023 gelingt ihm eine historische Wahl: Er wird mit über 95 000 Stimmen in den Nationalrat gewählt. Der Politiker und Unternehmer beweist nicht nur Intelligenz und Charme, er ist auch ausgesprochen hartnäckig, ehrgeizig, machtbewusst und manchmal sogar «grössenwahnsinnig». Sein Ziel: das Behindertenwesen in der Schweiz umkrempeln, als Behinderter die Führung übernehmen, damit diejenigen zu Wort kommen, die wissen, wovon sie sprechen. In Zusammenarbeit mit der Autorin Christine Loriol erzählt Islam Alijaj seine bewegte Lebensgeschichte vor der Wahl und das erste Jahr seiner Legislatur. Dieses Buch ist eine Biografie, ein Manifest für eine inklusive Schweiz und ein Diskussionsbeitrag.

Islam Alijaj
Bildrechte: Dominik Meier
Islam Alijaj, geboren 1986, ist Familienvater, Digitalisierungsnerd, sozialer Unternehmer und seit fünf Jahren in der SP engagiert. 2018 hat er den Verein Tatkraft mitgegründet, der für die politische Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen kämpft. Am 13. Februar 2022 wurde Alijaj im Kreis 9 in den Gemeinderat der Stadt Zürich gewählt.
Christoph Keller
Bildrechte: Ayşe Yavaş

Christoph Keller, geboren 1963, ist der Autor zahlreicher Romane und Theaterstücke und eines Essaybandes. Sein bekanntestes Werk ist der Erinnerungsroman «Der beste Tänzer» (S. Fischer Verlag, 2003). Zusammen mit Heinrich Kuhn hat er drei Romane sowie die Kürzesterzählungen «Alles Übrige ergibt sich von selbst» (Keller+Kuhn, Edition Literatur Ostschweiz, St. Gallen, 2015) veröffentlicht. 2016 erschienen der Erzählband «A Worrisome State of Bliss: Manhattan Tales and Other Metamorphoses» (Birutjatio Press, Santiniketan, Indien, 2016) sowie «Das Steinauge & Galápagos. Ein Roman und sechs Erzählungen» (Isele, Eggingen, 2016).

Als Herausgeber hat er «We’re On: A June Jordan Reader» (mit Jan Heller Levi, Alice James Books, USA, 2017), «Hip Hops: Poems about Beer» und «Russian Stories» (beide bei Everyman’s Library, New York, 2018 respektive 2019) veröffentlicht. Im Frühjahr 2021 erschien der von ihm mit Jan Heller Levi herausgegebene «The Essential June Jordan» bei Copper Canyon Press (USA) und Penguin Modern Classics (UK). «Jeder Krüppel ein Superheld» ist seit 2022 in Englisch (Penguin Random House UK, London) erhältlich. Keller, der auf Deutsch und Englisch schreibt und über zwanzig Jahre in New York verbracht hat, lebt mit der Lyrikerin Jan Heller Levi in St. Gallen.

Sein Roman «Der Boden unter den Füssen» wurde mit dem Alemannischen Literaturpreis 2020 ausgezeichnet.

Christine Loriol
Bildrechte: Olivia Khennous
Christine Loriol, geboren 1960, schrieb mit «Damit wir auch in Zukunft eine Zukunft haben» eine Biografie über den Schweizer Biopionier Ernst Frischknecht (elfundzehn) und wirkte als Journalistin, Co-Autorin und Konzepterin an zahlreichen Publikationen mit, z. B. «Inklusion. Wenn anders sein normal ist» über das Basler Wohnwerk (Christoph Merian Verlag). Loriol kommt ursprünglich vom Radio und bezeichnet denken, schreiben, reden als ihr Metier.

«Beinhart und unwiderstehlich.» Joschka Schaffner, WOZ

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