Vertraute Gespenster
Anna Ruchat

Vertraute Gespenster

Roman

Übersetzt von Barbara Sauser

gebunden mit Schutzumschlag, 208 Seiten, Titel der Originalausgabe: «Spettri familiari», Ibis Edizioni, Pavia 2023
Mai 2026
SFr. 30.–, 26.– € / eBook sFr. 25.–
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978-3-03926-105-5

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«Eindringlich.» Sara Lonati, viceversa

Teresa, eine junge Frau aus bescheidenen Verhältnissen, kommt aus dem Veltlin nach Zürich, um bei einer wohlhabenden Familie als Kindermädchen zu arbeiten. Sie soll sich um Giovanni und Pietro kümmern, die Kinder des Psychiaters Bruno und der Archäologin Maria.
Aus erster Ehe hat Maria eine Tochter, Esther, die ein paar Jahre älter ist als Teresa und nicht mehr zu Hause wohnt. Über dem Familienleben und der angespannten Beziehung zu Esther schwebt der Schatten von Marias verstorbenem ersten Ehemann. Und ein kaum greifbarer Verdacht, der dem Kindermädchen zu schaffen macht. Jahrzehnte später, nach dem Tod der Eltern, bringt eine geheimnisvolle Einladung die Familie und Teresa wieder zusammen.
Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, enthüllt Anna Ruchat nach und nach ein toxisches Familiengefüge, das von seiner Vergangenheit heimgesucht wird.
Ein gespenstisch schöner, atmosphärischer Roman, der in glasklarer Sprache das Unaussprechliche beschwört.

Anna Ruchat

Anna Ruchat, 1959 in Zürich geboren, im Tessin und in Rom aufgewachsen, studierte Philosophie und deutsche Literatur in Pavia und Zürich. Langjährige Tätigkeit als Übersetzerin u. a. von Thomas Bernhard, Paul Celan, Nelly Sachs, Friedrich Dürrenmatt, Viktor Klemperer, Mariella Mehr, Kathrin Schmidt und Norbert Gstrein. Für ihr Erzähldebut «Die beiden Türen der Welt» erhielt sie in Italien den Publikumspreis Premio Chiara und in der Schweiz den Schillerpreis. 2019 wurde sie mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Von 2000 bis 2020 unterrichtete sie an der Europäischen Übersetzerschule in Mailand. Zusammen mit Fabiano Alborghetti und der Casa della letteratura in Lugano rief sie einen Jahreskurs für Literaturübersetzer ins Leben. Seit 2022 arbeitet sie für die Fondazione Unicampus San Pellegrino in Rimini im Bereich Übersetzung. Anna Ruchat lebt in Riva San Vitale.

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Barbara Sauser
© AdS, Solothurner Literaturtage, Michal Florence Schorro

Barbara Sauser

Geboren 1974 in Bern, lebt in Bellinzona. Studium der Slawistik und Musikwissenschaft in Fribourg. Nach mehreren Jahren im Zürcher Rotpunktverlag arbeitet sie seit 2009 als freiberufliche Übersetzerin aus dem Italienischen, Franzö­sischen, Russischen und Polnischen.

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Keystone-SDA, 07. Mai 2026
Zentralbibliothek Zürich, 13. Mai 2026
Tessiner Zeitung Magazin, 15. Mai 2026


«Die Autorin verfügt über die seltene Fähigkeit, in wenigen Seiten ganze Lebensschicksale einzufangen, die versteckte oder offenkundige Zusammenhänge mit historischen und globalen Ereignissen erkennen lassen. Die raffinierte Genauigkeit ist eine grosse Gabe von Ruchat.» Jury Schweizer Literaturpreis

 «Eindringlich und schnörkellos.» Sara Lonati, Viceversa

«Ein Roman von bemerkenswerter Intensität und Subtilität.» Isabelle Carceles, Le Courrier

«Ein literarisch souveräner, psychologisch dichter Roman über Erinnerung, Macht und die zerstörerische Kraft des Verschweigens, der lange nachklingt.» Jürg Kaiser

«Der latente Verdacht und Vermutungen prägen das Buch. Texte, die der Wahrheit ausweichen, lösen Beklemmung aus.» Stef Stauffer, Tessiner Zeitung Magazin

«In einer klaren, unprätentiösen Sprache erzählt Anna Ruchat in ‹Vertraute Gespenster› von einem Familiengefüge und dem Leben einer jungen Frau, der die Welt ihrer Kindheit fremd wird, bevor die Fremde zur neuen Heimat geworden ist.» Zentralbibliothek Zürich

«Ruchat hält ihre Gespenster sorgsam in der Schwebe des Unausgesprochenen.» Beat Mazenauer, Keystone-SDA

«Die Autorin präsentiert einen einzigartigen, nuancenreichen Roman, der niemanden unberührt lässt.» Les affiches d'Alsace et de Lorraine

«Die Autorin entführt uns mit einer Schlichtheit, die von Mehrdeutigkeit durchzogen ist, und mit großer Kraft in die Geschichte dieser Figuren über zwei Generationen hinweg, beleuchtet ihre glücklichen Momente und behandelt das Lebensende der Eltern mit viel Feingefühl. Unter ihrer Feder werden die so schön beschriebenen Figuren zu Wesen, die zugleich vertraut und schwer fassbar sind.» Michelle Pernelle, Mare Nostrum

Wann Was Wo
09. Juli 26
18:00 Uhr
Vertraute Gespenster
Lesung und Gespräch mit Anna Ruchat
Bibliothek Ascona
6612 Ascona
 

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